Secondhand Schenken – Neues Zeitungsinterview

Portrait Dominique van de Pol von Frank Lothar Lange

Secondhand Schenken – Neues Zeitungsinterview

Gebraucht Schenken schont Umwelt und Geldbeutel

Kürzlich wurde ich einmal mehr von der lieben Lena Schwaiger, Lokalchefin der süddeutschen Tageszeitungen Main-Echo, Lohrer Echo und Wertheimer Zeitung, zum Thema Secondhand Schenken interviewt. Neben mir wurden noch einige andere spannende Akteur:innen aus der Region Unterfranken befragt, die sich in dem Bereichen im Bereich Shareconomy, Mietmode, textiles Upcycling und Zero-Waste engagieren. Menschen wie Ursula Gsella von der gemeinnützigen Nähwerkstatt Gesta e. V. in Aschaffenburg, die zum Beispiel alte Textilien zu symbolträchtigen Erinnerungs-Quilts upcyceln. Auch Laura Kern kommt in dem Artikel zu Wort, die in ihrem Onlinestore „Leihdichfrei“ sowie in ihrem Aschaffenburger Secondhand-Laden unterschiedliche Mietmode-Abos bereits ab 29€ monatlich bietet.

Der übergeordnete Zeitungsartikel findet sich hier: Main-Post Blickpunktstory: Gebraucht Schenken

Zu dem Gespräch, das Lena Schwaiger mit mir geführt hat, führt dieser Link: Green Fashion Expertin Dominique van de Pol im Interview

``Gut & Günstig: Die konventionelle Modeindustrie verbraucht jedes Jahr mehr an endlichen Ressourcen, für immer schnelllebigere Produkte. Auch beim Schenken lohnt es sich daher, gebrauchte Alternativen in Betracht zu ziehen. Denn im Vergleich zu Neuwaren sind diese meist viel schonender fürs Klima und den Geldbeutel.“

Dominique Ellen van de Pol

Gebraucht Schenken – Die Hintergründe:

Laut Main-Echo ge­ben die Deut­schen je­des Jahr 200 bis 300 Eu­ro für Weih­nachts­ge­schen­ke aus. 2019, im letz­ten Vor­pan­de­mie-Jahr, ging die Be­ra­tungs­ge­sell­schaft Er­nest & Young von Aus­ga­ben für Ge­schen­ke in Höhe von 18,4 Mil­li­ar­den Eu­ro aus. Ein Teil die­ser Sum­me lan­det in Form von Gut­schei­nen und Le­bens­mit­teln un­ter den Weih­nachts­bäu­men im Land. Ein an­de­rer fi­nan­ziert fa­brik­neu ver­pack­te Wa­re aus asia­ti­scher Mas­sen­pro­duk­ti­on.
Einerseits be­las­ten die En­er­gie­kos­ten bei der Pro­duk­ti­on neuer Waren, ihr Trans­port sowie deren Ver­pa­ckung die Um­welt und das Klima. Zudem kann Weih­nachts­shop­ping viel Geld kosten. An­ge­sichts stei­gen­der En­er­gie­p­rei­se und ho­her In­fla­ti­on kann es daher interessant sein, sich nach kostengünstigeren und nachhaltigeren gebrauchten Alternativen umzusehen. Besonders Spielzeug, Mode und Alltagsgegenstände schlummern in deutschen Schränken und warten darauf, wieder verwendet zu werden. Das richtige zu finden, ist im Second-Hand-Markt allerdings gar nicht so einfach.

Portrait Dominique van de Pol von Frank Lothar Lange
Portrait von Dominique Ellen van de Pol, geschossen vom Fotografen Frank Lothar Lange

Sharing is caring – 5x Mietmode im Netz:

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche neue Miet-Plattformen das Licht der Welt erblickt. Sie bieten diverse Formate und Mode-Abos für jedes Budget und machen Lust aufs Ausprobieren. Neue Mode-Erfahrungen garantiert: Warum also nicht einmal einen Probemonat für eine dieser Plattformen für Mietmode verschenken? Oder du gönnst dir selbst einmal ein kleines Fashion-Experiment und testest Mietmode einmal für dich aus:

1) Fairnica

Das Start-up Fairnica aus dem Ruhrgebiet verleiht angesagte Kleidung nachhaltiger Modelabels für Frauen und Männer. Jede »Kapsel« aus fünf bis acht ecofairen Kleidungsstücken wird von einem Profi-Stylisten zusammengestellt und lässt sich untereinander und mit den Basics in deinem Kleiderschrank vielfältig kombinieren. So werden zu jeder Kapsel, die du monatsweise mieten kannst, 30 Outfitbeispiele gezeigt. Die Kapsel »Emilia« habe ich selbst für Fairnica entwickelt, gestylt und fotografiert. Aber du findest dort auch businesstaugliche Stücke, Mama-Kapseln mit Umstandsmode sowie sogenannte Mix’n Match-Kaspeln, die du dir selbst zusammenstellen kannst.
Ab ca. 59€ pro Monat.

2) Unown

Das Unternehmen Unown hat seinen Sitz in Hamburg und bietet seiner Kundschaft zwei verschiedene Leasing-Modelle an: Du kannst entweder einzelne Teile für wenige Wochen mieten oder gleich ein monatliches Abo abschließen. Nach Ablauf der Leasing-Zeit kannst du einzelne Kleidungsstücke, die dir besonders gut gefallen, sogar zu einem reduzierten Preis kaufen.
Ab 39,00€ pro Monat. 

Auf Modami.de kannst du per Abo-Box nachhaltige Mode oder ausgewählte Secondhand-Kleidung mieten. Darüber hinaus findest du dort auch Abendmode und Kleidung für besondere Anlässe.
Geschenkgutscheine und Basic-Monats-Membership ab 39,90€.

4) Myonbelle

Bei Myonbelle kannst du deine Lieblingsteile direkt im Sortiment markieren. Anhand deiner Favoriten stellt das Unternehmen dir dann deine persönliche Fashion Box zusammen. Kleidungsstücke, in du dich besonders verliebt hast, kannst du zu einem reduzierten Preis kaufen und behalten.
Ab 39,00€ pro Monat.

 

5) Leihdichfrei

Wie schon oben erwähnt, darf Laura Kerns schöne Mietmode-Plattform natürlich auch in dieser Übersicht nicht fehlen. Das Leihdichfrei Mini-Abo für bis zu 2 Kleidungsstücke monatlich inkl. Versand gibt es bereits ab 29,00 € pro Monat.

 

Herzliche Grüße und viel Spaß beim Ausprobieren und Schenken 🙂

Dominique